Ein tiefer Dank an "seine" Pfarrei

Pfarrer Andreas Jall verlässt nach sieben Jahren Sankt Georg 

In Westendorf hat er sich Zuhause gefühlt, nun war jedoch sein Abschied nach sieben Jahren gekommen: Pfarrer Dr. Andreas Jall hat die Pfarrgemeinde Sankt Georg verlassen und wird ab September seinen Dienst in Starnberg in der Pfarrgemeinde St. Maria - Hilfe der Christen antreten. Am vergangenen Sonntag (20.8.) verabschiedete sich Jall mit einem letzten Gottesdienst in Sankt Georg.

Gemeinschaft und Zusammenhalt, das habe ihn in dieser Pfarrei immer tief beeindruckt, gab er vor der voll besetzten Kirche zu. Das gelte es zu bewahren, auch und gerade nun, wo Sankt Georg Teil der Pfarreiengemienschaft Nordendorf-Westendorf würde, sagte Jall in seiner Predigt. Er bedankte sich dafür, dass er sieben Jahre lang Teil daran haben durfte. Er habe es sehr zu schätzen gewusst, dass er als "Halbtagspfarrer" - wie er sich immer selbst bezeichnete - vom Erbe seines Vorgängers Monsignore Karl Kraus profitieren durfte, der in seiner jahrzehntelangen Tätigkeit in Sankt Georg viel aufgebaut hat, das noch heute trägt. Jall hatte gehofft, den "Glanz" der frisch renovierten Pfarrkirche und die umgestalteten Außenanlagen noch ein wenig genießen zu können. Denn das war eines der umfangreichsten Projekte während seiner Zeit hier.

Dass ihm der Abschied schwer fiel, konnten die zahlreichen Gottesdienstbesucher während der Predigt heraushören. Er gehe mit Wehmut, sagte Jall, gerade auch weil er gewachsene Beziehungen hinter sich lassen müsse. Doch es sei nun einmal anders gekommen, als er es gehofft habe. Ein Anliegen war es ihm, seiner Gemeinde für die Unterstützung während seiner Promotion zu danken; es täte ihm leid, dass er nicht immer so für die Gläubigen greifbar gewesen sei aufgrund des Zeitmangels; umso dankbarer sei er jedoch dafür gewesen, dass das Gemeinde und Glaubensleben so rege und lebendig gewesen seien in den sieben Jahren. Sein Wunsch: dass dies auch im Rahmen der neuen Pfarreiengemeinschaft weitergehen kann und werde.

 

Dr. Jall dankte neben seiner Familie vor allem seinen kirchlichen Mitarbeitern in der Pfarrgemeinde, sowie den Ehrenamtlichen in Arbeitsgruppen, Vereinen und Verbänden - aber auch den Betern. Sie alle trügen so einem regen Gemeindeleben bei, auf das er sehr stolz sei, erklärte Jall mit Nachdruck. Er wünscht "seiner Pfarrei" ein gutes Gelingen und Gottes Segen für die künftige Zusammenarbeit in der Pfarreiengemeinschaft, dass die neue Gemeinschaft gelingen möge und alle offen seien für die Veränderung - so, wie auch er es nun sein muss, gestand er.

Im Anschluss an den Gottesdienst dankte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marion Pröll dem Geistlichen für sein Wirken. Als Geschenk bekam Jall ein von den Ministranten gezeichnetes Bild der Kirche Sankt Georg als Gutschein; man habe eine Zeichnung der neu renovierten Pfarrkirche bei einem örtlichen Künstler in Auftrag gegeben, erklärte Marion Pröll - dieser warte nun die endgültige Fertigstellung der renovierten Außenanlagen ab, um ein stimmiges Bild anzufertigen. Dies solle Jall an seine Wirkungsstätte erinnern; Mit großem Applaus entließen die Gottesdienstbesucher Pfarrer Andreas Jall in seine neue Aufgabe. Gelegenheit zum persönlichen Abschied gab es im Anschluss im Pfarrgarten. Von den Bürgermeistern der Gemeinden Westendorf und Kühlenthal erhielt er Präsente; ebenso bedankten sich diverse kirchliche Gruppen und Verbandsmitglieder. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates dankten Jall für die gute, anregende und herzliche Zusammenarbeit und überreichten ihm ein umfangreiches Fotobuch von der Zeit seines Wirkens in Westendorf. 

Judith Freund