"Abenteuer Christsein" beim Fraueneinkehrtag

Die "Nonne auf dem Skateboard", Teresa Zukic, zu Gast

Sehr großen Anklang fand der diesjährige Fraueneinkehrtag, für den als Referentin Schwester Teresa Zukic, bekannt als "Nonne auf dem Skateboard" gewonnen werden konnte. Der Pfarrgemeinderat - hier sei besonders Marianne Sailer genannt - hatte sich sehr dafür eingesetzt, dass dieser Tag im Pfarrheim in Westendorf stattfinden konnte.

Die aus Rundfunk und Fernsehen bekannte Schwester hielt einen humorvollen und mitreißenden Vortrag über "Das Abenteuer Christsein". Fünf konkrete Schritte seien es, die den Glauben ins Leben holen und der Glaube könne das eigene Leben verwandeln.

Schwester Teresa erzählte, wie sie als junge Frau "durch Zufall" zum Glauben gekommen war. Als 19-Jährige fiel ihr eine Bibel in die Hand und sie begann zu lesen. Das sollte ihr Leben grundlegend verändern. Die Stelle mit der Bergpredigt traf sie ins Herz, sodass sie sich mehr und mehr für den christlichen Glauben interessierte und schließlich taufen ließ. Heute ist Teresa Zukic Ordensschwester. Bei ihrer Gemeindearbeit in den Vororten großer Städte habe sie schnell gemerkt, dass sie Kindern und Jugendlichen aus schwierigem Umfeld "nicht mit frommen Sprüchen zu kommen braucht". Also tat sie mit ihnen das, was sie ebenfalls beherrschte: Sie hat zunächst mit ihnen Fußball gespielt und ist Skateboard gefahren, um das Vertrauen und die Herzen der jungen Menschen zu gewinnen und wurde dabei prompt als "skateboardfahrende Nonne" fürs Fernsehen entdeckt.

Seither begeistert Schwester Teresa Menschen für ein aufregend lebendiges Christsein.

Über 150 Vorträge im Jahr hält sie mittlerweile in Gemeinden aller Konfessionen, auf Landfrauentagen, vor Managern, in Unternehmen und Wirtschaftsforen.

"Wer sich selber nicht mag, kann auch seine Mitmenschen nicht lieben", so Schwester Teresa, deswegen sei der erste Schritt zu einem erfüllten Leben "in Freundschaft mit sich selber zu leben". Der zweite Schritt sei die Bibel nicht nur zu lesen, sondern "Bibel zu werden". Gott loben - und zwar ohne Hintergedanken - sei ein weiterer Schritt. Oft werde ja erst gebetet, wenn es einem schlecht geht, man Sorgen und Probleme hat und etwas von Gott erwartet. Doch Gott zu loben - jeden Tag - könne Wunder bewirken, so Schwester Teresa, die ihren Vortrag immer wieder mit humorvollen Anekdoten und Begebenheiten aus ihrem eigenen Leben würzte.

Als vierter Schritt wurde"Ungewöhnliches gegen die Gewohnheit tun", genannt. Dazu bekamen die Zuhörer zwei "Hausaufgaben": Sie sollten ihre Partner unvermutet umarmen und "so richtig drücken" - das ist der erste Teil der Hausaufgabe - und zweitens sollten sie einfach so mal "wildfremde Menschen ganz freundlich anlächeln". Als letzen wichtigen Schritt nannte Schwester Teresa Kränkungen, die man erfahren habe, zu überwinden und einander zu vergeben. Verletzte Menschen würden auch selbst andere Menschen verletzen, daher sei die Vergebung ein essentieller Schritt, um diesen Teufelskreis aus verletzt werden und verletzen zu unterbrechen. "Das Leben ist viel zu kurz und jeder Tag kostbar. Es liegt an uns, ob wir zulassen, dass der andere uns kränkt. Wir können umdenken", appellierte Schwester Teresa an ihr Publikum, das sie in ihrem Vortrag zugleich zu fesseln und humorvoll zu unterhalten verstand. Lang anhaltender Beifall belohnte den außergewöhnlichen Vortrag.