Familiengottesdienst zur Heiligen Barbara

Der Familiengottesdienst zum Thema, die Heilige Barbara, wurde von den Jugendlichen der Pfarrei vorbereitet und musikalisch umrahmt von den Music Georgies.

In der Adventszeit trifft man im Heiligenkalender der Kirche auf adventliche Menschen. So gedenken wir am 4. Dezember der Heiligen Barbara. Barbara lebte wohl um 300 n. Chr. in Nikomedien in Kleinasien, der heutigen Türkei. Nach der Überlieferung war sie die Tochter eines reichen heidnischen Kaufmanns. Gegen seinen Willen ließ sich Barbara taufen. Ihr Vater hatte jedoch andere Pläne mit ihr und wollte sie unbedingt von ihrem Glauben abbringen. Deshalb sperrte er sie in einen Turm. Doch Barbara hielt an ihrer Entscheidung fest und blieb Christus treu. Da ließ der Vater sie zum Tode verurteilen. Eine Legende erzählt, dass sich auf ihrem Weg ins Gefängnis ein kahler Kirschbaumzweig in ihrem Kleid verfing. Diesen Zweig soll sie ins Wasser gestellt haben. Am Tag ihrer Hinrichtung blühte er auf. Ihre Worte sind überliefert: „So wird es auch mit mir sein. Wenn sie mich töten, werde ich aufblühen zu neuem Leben.“ Nach einem alten Brauch werden am Gedenktag der hl. Barbara Zweige mit Knospen von den Kirschbäumen geschnitten und ins Wasser gestellt. Diese Zweige sollen am Weihnachtstag aufblühen, wie damals im Gefängnis der Heiligen Barbara.

Damit diese blühende Pracht auch in die Häuser der Gottesdienstbesucher kommt, wurden am Ende des Gottesdienstes Barbarazweige verteilt.

 

Geh in den Garten am Barbaratag.

Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag:

Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit.

Der Winter beginnt, der Frühling ist weit.

Doch in ein paar Wochen, da wird es geschehen:

Wir feiern ein Fest, wie Frühling so schön.

Baum, einen Zweig gib du mir von dir,

ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir.

Und er wird blühen in leuchtender Pracht

mitten im Winter in der Heiligen Nacht.

                                                           (Josef Guggenmos)